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STAYCATION: ONE WORKDAY IN THE HOTEL OFFICE.

Die Maßgaben zur sozialen Distanzierung spielen eine zentrale Rolle in der Eindämmung des Virus in der Covid-19-Pandemie. Nach einer aktuellen Umfrage bieten rund 60 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeiter*innen das Arbeiten im Homeoffice an. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass sich das Homeoffice nur für Büroarbeiten anbietet, die mit Smartphone und Laptop auch erledigt werden können. Ich bin dankbar, dass ich in meinem zwei Personenhaushalt genug Rückzugort habe, um in Ruhe zu arbeiten und Videokonferenzen abhalten zu können.

Corona-Krise: Anteil der Belegschaft, der im Homeoffice arbeitete, aktuell arbeitet oder theoretisch arbeiten könnte in Deutschland im 2. Quartal 2020:

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1140049/umfrage/corona-krise-homeoffice-nutzung-und-potenzial/

Der Knackpunkt liegt meiner Meinung nach auch nicht in der räumlichen Anordnung, sondern im atmosphärischen Empfinden. Mit dem Homeoffice ist ein Mitbewohner eingezogen, der im Privaten eigentlich nichts zu suchen hat: Die Arbeit. Wie schafft man eine gesunde Entgrenzung zwischen Freizeit und Arbeit? Führungskräfte müssen für ihre Mitarbeiter Ziele definieren, um eine klare Trennung von Arbeit und Privatleben zu gewährleisten. Der Feierabend sollte sich nicht nach hinten verschieben, da nun zwischen Arbeitszeit und Freizeit nur eine Aufklapplänge des Laptops liegt. Sobald eine Aufgabe einen klar definierten Anfang und Ende hat, fällt es den Kollegen leichter, in den Feierabend zu gehen. „Sonst kommt man schnell auf die Idee: Das mache ich noch eben.“ Die Balance zwischen Arbeit und Freizeit einzuhalten, bleibt aber bei aller guter Kommunikation der Chefs in der Verantwortung eines jeden. Nebenbei gesagt kann es zu Hause zu Lasten der Produktivität auch zu allerlei Ablenkungen kommen. Die Versuchungen in der Wohnung sind zum Greifen nah – vom Snack im Kühlschrank bis hin zum Nickerchen auf dem Sofa.

Wer so richtig gestresst vom Arbeiten im Wohnzimmer, langsamen WLAN oder lauten Nachbarn ist, bietet sich ein Zimmer im „Hotel Office“ an. Ein Hotelzimmer bietet Raum für alle, die Zuhause nicht genug Platz haben, nicht ungestört arbeiten können oder die Abwechslung zu den eigenen vier Wänden suchen. Und die Hoteliers freuen sich darüber ihre Zimmer zumindest in Form eines „Stunden-Büro-Hotels“ besser auszulasten, solange nur beruflich bedingte Hotelaufenthalte erlaubt sind.

Ein „Hotel Office“ ist wie Home-Office, nur besser. Es stellt sicher, dass „Remote Working“ auch funktioniert: Mit einem professionellen Arbeitsplatz, der auch Raum für Entspannung und Privatsphäre bietet. Es ist der perfekte „Lockdown Light Escape“, wenn einem die Home-Office-Decke auf den Kopf zu fallen droht. Je nach Hotel Ausstattung ist ein Preis mit bis zu 50,00 €/ Tag leider nichts für jeden Tag, aber für einen Tapetenwechsel oder ein wichtiges Meeting definitiv zu empfehlen.

Die Hotel-Atmosphäre lässt einen ein wenig von dem nächsten Urlaub träumen und schafft einfach gute Laune. Man ist wesentlich produktiver und einfach ungestörter als zu Hause. Das Lunch beim “Room Service” zu bestellen rundet das Hotel Office Erlebnis ab. Der Check-In ist meistens ab 9:00 Uhr morgens und der Check-Out bis 18:00 Uhr möglich – ein fast ganz normaler Büro-Tag also.

Der pandemiebedingte Homeoffice-Boom wird sich sicherlich nachhaltig auf die Organisation von Arbeit auswirken. Die vollständige Verlagerung ins Homeoffice in naher Zukunft kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die Unternehmen und Angestellte auf eine hybride Arbeitsform zwischen Homeoffice und Präsenzarbeit einvernehmlich einigen werden.

*Dieser Beitrag ist eine Empfehlung für meine Leser und in keinerlei Kooperation mit dem Hotel Zoo entstanden: #WerbungausBegeisterung. Die Verlinkung ist ein Service an meine Leser.

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