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Who run the design world: Girls?

Liebe Kolleginnen in der Designbranche, wo versteckt ihr euch: 70% der Designstudent*innen sind Frauen. 5-11% der Creative Director Positionen werden von Frauen besetzt und nur 1% der Kreativagenturen befinden sich im weiblichen Besitz (Quelle: &Walsh launches, joining the .1% of Women Founded Creative Agencies).

Die Führungspositionen in den Agenturen sind da, ihr könnt sie alle ergreifen. Ich bin immer aufgrund meines Talentes gefördert worden. Daher stehe ich nicht explizit für Female Empowerment, sondern möchte lieber ein Vorbild in unserer Branche sein. Denn das eine sind die gesellschaftlichen Strukturen und das andere ist der Impuls, der von jeder Frau selbst ausgeht. Ich stehe daher gerne für Designerinnen zur Verfügung, die sich eine weibliche Mentorin und Unterstützung wünschen. Aussagen wie „Ich schaffe das nicht“, „Es gibt nun mal weniger Frauen in Führungspositionen, warum sollte ich dann den Unterschied machen.“ müssen heraus aus den Köpfen. Ebenso besteht Entwicklungsarbeit in den Agenturen ein dementsprechendes wertschätzendes und sinnenhaftes Arbeitsumfeld zu schaffen

https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/wieso-denn-ins-silicon-valley-volkswagen-positioniert-sich-als-arbeitgeber-gegen-google-und-co-178417

In Zeiten des generellen gesellschaftlichen Umbruchs besteht ebenso eine gute Zeit für den persönlichen Umbruch. Passend dazu habe ich kürzlich die Netflix Serie Mad Men wieder für mich entdeckt. Falls jemand die Serie nicht kennt, kurze Info dazu: Die Serie spielt in den 60er Jahren im Milieu der Werbung, die sich vordergründig um die kettenrauchenden und trinkfesten Männer in der schicken Agentur in der Madison Avenue NYC drehen. Die Kollegen sind geprägt durch die Härten von Wirtschaftskrise, Zweitem Weltkrieg und Kaltem Krieg. Nun aber bricht auch dort eine neue Zeit an, in der die weichen Werte von Individualismus, Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung das kulturelle Klima verändern werden.

Das Herz der Zuschauer*innen schlägt für eine smarte Werbetexterin. Peggy Olson kommt als naive junge Sekretärin in die Werbeagentur Sterling Cooper und muss sich in der schillernden, vor Sexismus strotzenden Werbewelt zurechtfinden. Einer Welt, in der Frauen wie verpackte Geschenke aussehen und Männer die lässigen Strippenzieher geben. Doch die Zeiten ändern sich. Als erste Frau in der Agentur wird Peggy (gespielt von Elisabeth Moss) zur Werbetexterin befördert, nachdem sie im Rahmen einer Lippenstiftkampagne ihre Vorgesetzten mit ihrer Kompetenz überrascht hat. Ein Novum für eine Zeit, in der Frauen eigentlich nur durch Heirat sozial aufsteigen konnten.

https://www.glamour.com/story/peggy-olson-mad-men-love

„Ich will, was Sie haben“, wirft sie in einem Gefecht ihrem Vorbild und Förderer Don Draper am Ende der fünften Staffel an den Kopf, bevor sie kurz danach für eine verantwortungsvollere Position zur Konkurrenz wechselt.

Wir schreiben nun das Jahr 2019 und da sich ja alle einig zu sein scheinen, dass ein vielfältiges Team ein Garant für Kreativität und Innovation darstellt, möchte ich Designerinnen konkrete Tipps geben, was sie in ihrem Alltag verbessern können:

01
Klare Kommunikation der Ziele:
Oft gehen Frauen davon aus, dass ihre Qualifikation zur Führungsrolle gesehen werden muss und damit automatisch ihr Führungsanspruch auf der Hand liegt. Das ist ein Irrtum. Nutzt Personalgespräche aktiv dazu ganz klar eure Vorstellungen zu kommunizieren.

02
Augen auf bei der Partnerwahl:
Ich glaube daran, dass Frauen nur in dem Maße Karriere machen können, wie die Männer Verantwortung in der Familie mit übernehmen. Oft stecken Frauen in ihren Karrierezielen zurück, da der Partner in einer Branche arbeitet, die höhere Gehälter zahlt. An der Stelle sollte man sich fragen: Ist meine Karriere wenig wert, weil ich weniger Geld verdiene?

03
Heraus aus der Komfortzone:
Frauen gehen meistens mit sich kritischer um als Männer das tun. Sie ergreifen die Chancen nicht, da sie sich weniger zutrauen. Männer müssen doch in eine neue Rolle ebenso hineinwachsen. Ebenso sollten Frauen sich nicht scheuen den Führungsanspruch in einer Gruppe für sich geltend zu machen. Oft stehen die sozialen Kontakte im Team im Vordergrund. Meiner Erfahrung nach schadet es den Beziehungen nicht, wenn sie auf einer gesunden Basis beruhen.

04
Sorgt für eine positive Eigenvermarktung:
Pflegt euer Netzwerk und sprecht über eure aktuelle Arbeit. Eure Leistung kann nur wahrgenommen werden, wenn der berufliche Werdegang bei Entscheidungsträgern auch ankommt. Sein Network sollte man grundsätzlich immer pflegen, nicht nur dann, wenn ein konkreter Anlass dazu besteht. Pflicht ist ein gut gepflegtes LinKedIn oder Xing Profil, entsprechende Events und co. sind die Kür.*

*Dieser Beitrag ist eine Empfehlung für meine Leser und in keinerlei Kooperation mit den genannten Marken entstanden: #WerbungausBegeisterung. Die Verlinkung ist ein Service an meine Leser.

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