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Social Distancing: My Homeoffice is where my MacBook is.

Vor drei Wochen sind in Deutschland viele Menschen, die von einem PC aus arbeiten können, vom Büro in ihr privates Homeoffice gezogen. Für mich persönlich war es keine besondere Herausforderung, da mein Büro, sprich mein MacBook und iPhone, ohnehin immer mit mir unterwegs sind und ich somit jederzeit einsatzbereit bin. Unsere IT hat es geschafft, Mutaborianern in wenigen Tagen ein Homeoffice zu ermöglichen. Unsere Arbeit lief von „Tag 1“ an somit gewohnt weiter. Dank „Teams“ sind wir via Video-Telko auch persönlich mit einander verbunden. Kompliment dafür an das gesamte IT Team.
Spulen wir kurz in eine Zeit vor der Corona Pandemie zurück. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sagen zwei Drittel der Angestellten, dass sie nie im Homeoffice arbeiten. Ihren Chefs sei ihre Anwesenheit sehr wichtig. Außerdem glauben einige Vorgesetzte, zu Hause werde weniger geleistet. Diese „Präsenzkultur“ wird nun unter den notwendigen Maßnahmen des „Social Distancing“ im zeitlichen Kampf gegen die Ausbreitung des Viruses auf den Kopf gestellt. Wurde in Unternehmen oftmals Homeoffice nur unter bestimmten Ausnahmesituationen wie „Krankheit der Kinder“ oder „Handwerker/Anlieferungen“ in den eigenen vier Wänden akzeptiert, sind wir nun alle in einer absoluten Ausnahmesituation.
In diesen Tagen erinnere ich mich häufig an Ratschläge meiner aus der Kriegsgeneration stammenden Großmutter zurück:„Kind, wenn man muß, dann kann man auch.“ In diesem Spirit sollten wir die Ausnahmesituation in eine Chance wandeln und unsere Arbeitskultur weiterentwickeln. Homeoffice wird das Büro nicht ersetzen, sondern zunehmend sinnvoll ergänzen. Ich arbeite gerne mit Menschen persönlich zusammen, daher könnte ich nie auf mein „Rudel“ komplett verzichten.
Folgende positive Impulse flexibler ortsunabhängiger Arbeit sind meine Erkenntnisse nach der ersten Woche im Homeoffice:


Meine Co2-Bilanz.


In der letzten Woche wäre ich eigentlich zweimal die Woche die Strecke Hamburg – München geflogen, um Termine wahrnehmen zu können. Stattdessen haben wir Videotelefonate geführt, selbst zu einem Kennenlernen-Meeting. Meine Verbindung ist zwischendurch mal abgebrochen, was jedoch mit Humor genommen wurde. Bei dem Neukunden huschte kurz das Kind durchs Bild; das war sehr sympathisch und lockerte die Situation sogar auf.
Unternehmen, die also mobile Kommunikation ermöglichen, arbeiten nachhaltig und sparen Budget. Teams, die gewöhnt sind, „on remote“ zu arbeiten, fliegen für ein Meeting nicht mehr durch Deutschland. 

Das Bild ist im Homeoffice einer Kollegin entstanden.

Morgen Stund hat Gold im Mund.


Meine höchste Konzentrationsfähigkeit des Tages habe ich früh morgens nach dem Aufstehen mit dem ersten Kaffee in der Hand. Da meine aktuelle Anfahrtszeit von der Kaffeemaschine hin zu meinem Arbeitsplatz maximal 10 Sekunden beträgt, gewinne ich fast eine Stunde mehr Zeit zur besten Tageszeit, da ich nicht quer durch Hamburg düse. Das macht mich persönlich glücklich und ich kann mich viel besser für den kommenden Arbeitstag vorbereiten. Was unsere Garderobe betrifft, sollten wir uns weiterhin an die Büro Etikette halten und den Pyjama nicht mit einem Casual Business Outfit verwechseln.


War for talents.


Ich bin vor einer Woche in München gestrandet und es spielt gerade überhaupt keine Rolle, dass ich nicht in Hamburg bin, da ein Homeoffice ein Platz mit Internet irgendwo auf der ganzen Welt sein kann. Was ist mit all den Talenten, die lieber im Bayrischen Wald oder an der Nordseeküste statt in Metropolen wie Hamburg wohnen? Sie gehen den Unternehmen verloren. Kreativhäuser, die on remote Arbeit anbieten, können auf alle Talente zugreifen, die passend für eine Aufgabe sind.


Always on.


Ich bin zu den Kernarbeitszeiten natürlich genauso erreichbar, als wenn ich im Büro arbeiten würde. Jeder ist zu jederzeit erreichbar. Es gibt keine Geschosse, die uns trennen. Und es gibt zu Spitzenzeiten keine Lärmkulisse im Großraumbüro, welches uns in unserem Telefonat oder in unserer Konzentration stören könnte. Der Status bei Teams von „verfügbar“ bis hin zu „abwesend“ ist für jeden ersichtlich.


Frau meiner Zeit.


Hand aufs Herz: Kommt ihr auch erst am Wochenende zu eurer Hausarbeit? Ich finde es super, dass man seine Mittagspause viel sinnvoller gestalten kann. Mittagessen ist unkomplizierter, da die heimische Küche nicht weit weg ist. Da bleibt dann noch Zeit für die Wäsche oder den Staubsauger. Und schwups ist nach einem Arbeitstag die Heimarbeit gleich mit erledigt. Und wenn man möchte, könnte man die Nachmittagssonne noch für einen Spaziergang nutzen und dafür abends noch mal den Laptop aufklappen.

*Dieser Beitrag ist eine Empfehlung für meine Leser und in keinerlei Kooperation mit den genannten Marken entstanden: #WerbungausBegeisterung. Die Verlinkung ist ein Service an meine Leser.

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