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Interior Design: One moment in Instagram.

Soziale Medien beeinflussen heute die Räume, die Designer schaffen. Als ich mit dem Studium angefangen habe, gab es noch kaum das Internet. In dieser Zeit ist meine Sammlung an Kunst-, Design- und Architekturbücher stark gewachsen, da sie neben Ausstellungen lange Zeit meine größte Inspirationsquelle darstellten.

In Zeiten von Social Media sieht jeder zu jeder Zeit gutes Design. Jeder kann eine Meinung dazu formulieren. Damit wird Design zugänglicher und verfügbarer – befreit aus dem elitären Circle und eingetaucht in den öffentlichen Instagram Feed. So erklärt sich der Erfolg des Onlinehändlers Westwing für Wohnaccessoires und Möbel: Westwing ist nicht nur ein Shop, sondern sie inspirieren auch ihre Mitglieder über Instagram und co.! Nach dem Motto ’shop the look’ können die Elemente aus den den Home-Stories des Online-Magazin direkt bestellt werden. Nie war es so einfach ein geschmackvolles Zuhause in einem bestimmten Stil zusammenzustellen.

Quelle: https://www.westwingnow.de/looks/
Quelle: https://www.instagram.com/p/BtGCJC3B8Zq/

Der Einfluss von Social Media beginnt schon im Entwicklungsprozess: Bei der Gestaltung denke ich darüber nach wie meine Arbeit fotografiert aussehen wird. Und noch viel wichtiger: Welchen Teil der Arbeit wird der Besucher für sich entdecken und im Netz teilen? Das nennt man dann einen ‚instagrammable moment‘. Während früher Auftraggeber nach der einen Idee in einem großen Bild gefragt haben, werden wir heute aufgefordert möglichst individuelle Instagram Momente zu kreieren, die die Besucher dann für sich entdecken können.

Quelle: https://www.instagram.com/p/Bsh7AgKgnjK/

Das Phänomen der instagrammable moments ist mittlerweile so weit verbreitet, dass ganze Hotels mit Ziel hoher Fotogenität oder besser gesagt mit hoher instagrammability geplant werden. „Bunt, sichtbar und am besten mit einer Story dahinter“, fasst Bruno Marti, Markenchef der 25hours Hotels, das Rezept für ein in den sozialen Netzwerken erfolgreiches Hotel zusammen. Jedes Detail, jede noch so kleine Deko könnte als Instagram-Motiv dienen, das später über Hashtags auffindbar ist.

Quelle: 25 Hours Hotel / Berlin
https://www.instagram.com/p/Bpe2ZaEHbnf/

Mich begeistert es total wie die digitale Kommunikation unsere Arbeit im Design verändert. Unsere Aufgabe ist es physische und digitale Bereiche nahtlos miteinander zu verbinden. Wir schaffen jetzt nicht nur klassisch reale Räume, die Menschen mit einander verbinden, sondern auch Räume, die wir im Netz weltweit teilen. Das manifestiert sich dann im Design: Die physischen Räume werden mehr und mehr die Aufgabe haben uns zu erden und unsere wahren Beziehungen in diesen Räumen zu festigen. Oder wir schaffen Räume für hybride Erfahrungen: Wir transformieren echte Räume ins Digitale, die andere Aufgaben übernehmen. Sie setzen User besonders gut in Szene, schaffen Inspirationen für die eigene Arbeit oder den eigenen vier Wände. Und sie schaffen Community und damit ihre eigene Währung – likes pro Bild.*

*Dieser Beitrag ist eine Empfehlung für meine Leser und in keinerlei Kooperation mit Westwing und 25hours Hotels entstanden: #WerbungausBegeisterung. Die Verlinkung ist ein Service an meine Leser.

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