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Hotel Mama: Zuhause ist es immer am schönsten, auch auf Reisen.

Wenn ich nach Münster zu meinen Eltern fahre, dann werde ich in meinem Hotel Mama verwöhnt und es kommen Erinnerungen hoch, die mich an eine unbeschwerte Zeit als Kind erinnern. Es beginnt damit, dass ich in meinem alten Kinderzimmer schlafe, welches überwiegend noch mit Möbeln und Bildern meiner Jugend bestückt ist. Die ersten Stunden verbringe ich mit meiner Mama in der Küche, während im Ofen immer meine geliebten Hähnchenschenkel vor sich hin schmoren und der Duft langsam in meine Nase steigt. Das gemeinsame Bummeln durch die historische Altstadt von Münster gehört ebenso zu unseren festen Mutter-Tochter-Ritualen. Oft schauen wir am Abend dann alte Schwarz-Weiss-Filme an – am liebsten die, die wir schon ganz oft zusammen angesehen haben und lassen es uns richtig gutgehen. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir dann sogar schweigsam die Zeit in dem Wissen miteinander genießen können, dass uns dieser Film verbindet.

Das Gefühl auch unterwegs daheim zu sein, wurde Mit Airbnb ordentlich aufgemischt: Reisende bevorzugen seitdem auch zunehmend private Unterkünfte als Feriendomizile. Das Bedürfnis nach allen wohnlichen und persönlichen Attributen scheint höher zu sein als das Full-Service Angebots eines Hotels. Der Einblick in andere Wohnungen inspiriert uns dann ebenso zu Ideen für die heimische Wohnung. Und dieser Eindruck ist natürlich für stärker als eine cleane Möbelausstellung. Wir schummeln uns ein wenig in das Leben der Anderen und erschnüffeln auch ein wenig intime Details. So wird die Unterkunft gleich zum ersten Erlebnis auf einer Reise.

Auf Mallorca wurde dieser Trend aufgenommen und in diesem Jahr schon wieder verboten. Airbnb und ähnliche Plattformen werden dafür verantwortlich gemacht, dass die Mieten in Spaniens Touristenzentren für viele Einheimische zu teuer geworden sind. Die Regierung hat dem Massentourismus den Kampf angesagt und fördert den sogenannten sanften Tourismus. Wurde es also Zeit für ein Hotel Mama?

Anscheinend ja, denn nach einigen Jahren Bauzeit ist nun das lang ersehnte Hotel der Cappuccino Gruppe in Palma de Mallorca fertigstellt. Es ist das erste Hotel der Gruppe. Das Cappuccino ist bekannt durch ihre zauberhaften Cafés, die sich an der schönsten Orten der Stadt befinden. Beauftragt mit der Gestaltung des Hotel wurde der bekannte französische Innenarchitekt Jacques Grange. Mit dem Hotel ist ihm weiteres Design Meisterstück geglückt. Was mich persönlich beeindruckt hat, ist aber vielmehr die Wahl des Namens und das damit verbundene Versprechen an Gastlichkeit: HOTEL MAMA .

Kann ein Hotel nun ähnliche Gefühle vermitteln? Fangen wir mit den Zimmern an. Es gibt feminine und maskuline gestaltete Hotelzimmer, die den Charme von Jungs – und Mädchenzimmer versprühen. Die Zimmer lassen sich durch das Öffnen von Türen miteinander verbinden und Jugendliche können bis zu 16 Jahren kostenlos wohnen. Das ist wirklich sehr familiengerecht! Die Gestaltung der Zimmer, eigentlich des gesamten Hotels, sind sehr zeitlos und folgen keinen Trends. Das macht das Haus authentisch und nutzt sich auch nach vielen Besuchen einfach nicht ab. Es wird eher Wert auf Gemütlichkeit gelegt und somit fühlt es sich wie ein privates Zuhause an. Kulinarisch wird man ebenso verwöhnt: Während das Tahini Sushi Bar & Restaurant im Erdgeschoss des Hotels ein wenig fremd anmutet, löst das geliebte Cappuccino Grand Café in der Lobby und auf der mallorquinischen Terrasse viele Erinnerungen bei mir aus.

Vom Hotel aus kann man zu Fuß die ganze Stadt erkunden und durch die schönen Gassen bummeln. Hier schließt sich für mich der Kreis. Das gemeinsame Bummeln mit meiner Mama habe ich auch schon in Palma mit ihr erlebt. Das nächste mal ist sie mit dabei und das Hotel Mama in Münster bleibt in der Urlaubszeit geschlossen.*

* Dieser Beitrag ist eine Empfehlung für meine Leser und in keinerlei Kooperation mit dem Hotel Mama entstanden: #WerbungausBegeisterung. Die Verlinkung ist ein Service an meine Leser.

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