Men's gadgets

Goodwood: Festival of Electro Speed?

God saves the Duke of Richmond, Charles Gordon-Lennox! Der motorsportbegeisterte Duke ist der Veranstalter des legendären Goodwood Festival of Speed in der Nähe der südenglischen Stadt Chichester. Das jährliche Festival ist mehr eine Hommage an den Motorsport als ein ernst zu nehmendes Rennen, das aber den Hintergrund der ganzen Veranstaltung bildet. Es findet auf einer Bergstrecke vor Goodwood House und einer Rallystrecke im Wald statt. Zu sehen sind Renn- und Sportwagen, Rennmotorräder und Rallyeautos aus allen Epochen der Motorsportgeschichte – von Vorkriegsmodellen bis hin zu modernen Formel-1 Rennwagen. Den Streckenrekord hält Nick Heidfeld auf einem McLaren-Mercedes MP4/13 mit 41,6 Sekunden (1999).

Nach nur wenigen Minuten war ich gefangen von der speziellen Atmosphäre und dem Charme des Festivals. Ich habe schon sehr viele Automobil-Veranstaltungen besucht, aber das Festival ist in dieser Art sicherlich einzigartig. Alle Debatten zu CO2-Emissionen und Klimawandel schienen weit weg, vielmehr erfreute ich mich am Klang und an der Optik automobiler Schönheiten der Marken Ferrari, Porsche, Jaguar, Aston Martin, Bentley und co.. Während mich Benzinduft im Alltag an meine Belastungsgrenze meines Magens bringt, gehört hier das Benzin wie der feine grüne Rasen zu Goodwood und rundet das Erlebnis ab. Der Rausch hielt genau 1,5 Tage und wurde abrupt durch den Rennfahrer Romain Dumas in 39,90 Sekunden ernüchtert.

Der elektrisch angetriebene Volkswagen ID.R hat am Samstag beim Hillclimb eine historische Bestmarke aufgestellt. Einen Tag nachdem Dumas den 20 Jahre alten Rekord von Nick Heidfeld gebrochen hatte, fuhr er als erster Fahrer die 1,86 Kilometer lange Strecke in einer Zeit von unter 40 Sekunden. Damit verbesserte er seine 24 Stunden vorher aufgestellte Rekordmarke um 1,28 Sekunden. Möglich war dies bei besten Bedingungen und einer Lufttemperatur von 24 Grad. Den neuen Rekord fuhr Dumas im Rahmen des Qualifyings zum sogenannten Shootout, bei dem am Sonntagnachmittag der Gesamtsieger des Bergrennens in Goodwood ermittelt wird. Nach der heutigen Vorstellung hat Volkswagen dort keine Konkurrenz zu fürchten. 1999 brauchte Nick Heidfeld im Formel-1-Rennwagen McLaren-Mercedes MP4/13 noch 41,6 Sekunden. Das Formel-1-Fahrzeug wurde von einem V10-Saugmotor mit rund 574 kW (780 PS) angetrieben, der ID.R fährt mit einer Systemleistung von 500 kW (680 PS) und wiegt weniger als 1.000 kg in der Konfiguration, die beim Goodwood Festival of Speed aufgrund der kurzen Rennstrecke von 1,86 km mit sehr kleinem Akku auskam.

Damit sind wir wieder in der Realität angekommen und eins ist klar: Die Elektromobilität ist da und nun auch vor der feinen Benzin-Nasen der Automobil-Enthusiasten. So sehr ich mich für meinen Kunden Volkswagen freue und ich überzeugt bin von Elektro als alternativen Antrieb, macht sich ein wenig Melancholie breit. Die „alten Zeiten“ sind vorbei und schliesslich sollen sich auch die kommenden Generationen an den Fahrzeugen auf dem grünen Rasen in der südenglischen Gemeinde Westhampnett erfreuen dürfen. Wie wird sich die Atmosphäre verändern, wo Sound und Geruch doch so eine wichtige Rolle spielen? Ich denke das Surren der Elektrofahrzeuge wird die Kulisse ergänzen. Schließlich geht es um Motorsport Kultur – vom Anfang bis zur heutigen Entwicklung. Und wer möchte schon Beschleunigung und Geschwindigkeit aufhalten? Und Gummiabrieb wird Gummiabrieb bleiben.*

*Dieser Beitrag ist eine Empfehlung für meine Leser und in keinerlei Kooperation mit Volkswagen und Goodwood entstanden: #WerbungausBegeisterung. Die Verlinkung ist ein Service an meine Leser.

Leave a Response

*