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Autonomous Driving: von der Megacity Shanghai bis hin zur Urlaubsinsel Sylt.

Neue Technologien wirbeln den Mobilitätsmarkt durcheinander. Bei der Autodebatte um die Elektromobilität scheiden sich die Geister: Die Debatte hat nicht nur eine wirtschaftliche, politische und ökologische Dimension, sondern auch eine nationale für Deutschland. Meine Heimat ist geprägt von einer starken und traditionsreichen Autokultur. Schließlich sind „wir“ die Erfinder des Automobils und viele Produkte wie der Käfer von Volkswagen verkörpern das deutsche Lebensgefühl zu jeder Zeit der Geschichte. Es geht also um mehr als nur die Zukunft des Verbrennungsmotors. Es geht um die Zukunft der deutschen Mobilitätskultur.
Angesichts der Tragweite und Emotionalität dieser Diskussion stelle ich mir die Frage, wie stark unser Land erschüttert sein wird, wenn wir auf der Schwelle zum autonomen Fahren stehen. Deutschland ist eben nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das Land der Lenker. Alles also eine Frage der Perspektive, insbesondere der Fahrerperspektive. Und das eint die deutsche Automobilitätsindustrie von Volkswagen bis Mercedes: Die Fahrerperspektive ist der Blick durch die Frontscheibe. Dem Lenkrad den Rücken zu kehren, kommt einer Enteignung des Fahrzeugs gleich. Ich freue mich schon heute auf die Diskussionen.

Während sich Auto-Deutschland weiterhin leidenschaftlich der Elektro-Debatte hingibt, schreitet unaufgeregt die Entwicklung zum pilotierten Fahren auf Level 5 Niveau voran. Manchmal ist die Zukunft näher als gedacht. Auf meinen Reisen nach Shanghai und Sylt fuhr mir die Zukunft quasi über den Weg. Jetzt fragen sie sich sicherlich was eine Megacity mit 26 Millionen Einwohnern und die beschauliche nordfriesische Urlaubsinsel mit 17 Tausend Einheimischen gemeinsam hat. Es geht um die Zukunftsfähigkeit ihrer Heimat und das pilotierte Fahren gehört zu den Schlüsselfaktoren.
Für unsere Dienstreise nach Shanghai stand uns während unseres Aufenthalts ein Fahrer zur Verfügung. Meine erste Reaktion darauf war schockiert, da wir als Dienstleister und nicht als Vorstandsvorsitzende für unsere Kunden unterwegs waren. Vor Ort relativierte sich sehr schnell mein erster Eindruck: Der Verkehr durch die Megacity ist zäh und kann täglich einige Stunden beanspruchen. Die Zeit muss sinnvoll genutzt werden, insbesondere für die Bewohner der Stadt. Die Chinesen sind darauf angewiesen ihren Alltag während der Fahrzeit zu erledigen – das autonome Fahren bietet eine Antwort dazu.

Anlass unserer Dienstreise war der Aufbau der Messestände für unsere Kunden Audi und Volkswagen auf der Auto Shanghai. Audi hat passend zur aktuellen Situation der Stadt ein visionäres Mobilitätskonzept für Megacities von morgen präsentiert: das Audi AI:ME genannte Showcar bietet kompakte Abmessungen, ein geräumiges, zukunftsweisendes Interieur und die Fähigkeit zum automatisierten Fahren auf Level 4. Die Insassen können so ihre Zeit an Bord frei gestalten – der Audi AI:ME hält ein vielfältiges Hightech-Angebot für Kommunikation, Entertainment oder einfach Entspannung bereit. Das trifft den Nerv der Zeit und hat das Potential zur Serienreife.

Zurück in der Heimat wurde es Zeit einmal ordentlich durchzuatmen und die Seele baumeln zu lassen. Die nordfriesische Insel Sylt bietet dazu den perfekten Rückzugsort mit einem 70-prozentigen Anteil an Naturschutzgebiet. Das malerische Dorf Keitum gehört zu den Schmuckstücken der Insel. Bei einem Bummel durch die charmanten mit Reetdach gedeckten Häusern im Dorfkern holte mich meine jüngste Shanghai Erfahrung ein: Aus dem Nichts stand ich vor dem Verkehrsschild „Vorsicht! Autonomes Fahrzeug“. Kaum hatte ich dies gelesen, kam auch schon ein Kleinbus des französischen Autobauers Navya um die Ecke geräuschlos geglitten. Der Bus Arma ist ein Pilotprojekt in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die globale Erderwärmung bedroht die Insel massiv, nur durch künstliche Sand Aufschüttungen kann gegen den Schwund angearbeitet werden. Die elektrischen Minibusse können einen Beitrag dazu leisten, das Natur-Paradies für die Zukunft mit zu erhalten.

Die deutsche Fahrerperspektive sollte seinen Blick auf diese Projekte lenken. Der Touristengruppe im Keitumer Bus scheint der Blick durch die Frontscheibe nicht zu fehlen. Angeregt und aufgeregt sitzen sie im Kreis und nehmen diese Fahrt sicherlich als ein besonderes Urlaubserlebnis mit nach Hause.*

*Dieser Beitrag ist eine Empfehlung für meine Leser und in keinerlei Kooperation mit Audi und Navya Hotels entstanden: #WerbungausBegeisterung. Die Verlinkung ist ein Service an meine Leser.

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